Australian Terrier: kleiner Hund ganz groß

Der Australian Terrier ist nicht nur aufmerksam, lebhaft und klug wie andere Terrierarten auch, sondern zudem gelassen und äußerst anpassungsfähig, was ihn deutlich von vielen seiner Verwandten unterscheidet und zu einem besonders angenehmen Familienmitglied macht. Australian Terrier verstehen sich als Wachhunde, neigen aber nicht dazu, sich als ständige Kläffer beweisen zu müssen. Der kleine tatsächlich aus Australien stammende Bursche wird ungefähr 25 cm groß und erreicht gerade mal sechs bis sieben Kilo. Er kann gut und gerne 15 Jahre und älter werden und ist ein robuster und widerstandsfähiger Hund, den so schnell nichts umhaut. Er hat dichtes, kräftiges Fell in blau beziehungsweise stahl- und dunkelgraublau oder sandfarben, das lediglich gebürstet werden muss. Trimmen ist nicht erforderlich. Es ist unbedingt zu berücksichtigen, dass ein Australian Terrier nicht mit regelmäßigen Gassirunden ausgelastet ist! Man sollte sich deshalb diese Rasse nur anschaffen, wenn man genügend Zeit hat, den Vierbeiner geistig und körperlich zu fordern, und zwar , nicht nur ausnahmsweise mal am Wochenende. Der Terrier liebt Hundesport, ist am Fahrrad ausdauernd und als Joggingbegleitung überaus geeignet. Wer ihn regelmäßig auf seine Laufrunde mitnimmt, bekommt bald keine Gelegenheit mehr, seinem inneren Schweinehund nachzugeben. Es soll Terrier geben, die morgens die Laufschuhe ans Bett bringen. Aber auch eine Ausbildung zum Therapie- oder Rettungshund ist bei ihm zu überlegen. Konsequenz  in der Hundeerziehung ist wie bei allen anderen Hunderassen auch beim Australian Terrier das A und O und muss besonders betont werden, weil der kleine temperamentvolle Hund gerne unterschätzt wird.

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Fahrradanhänger für Hunde

Eigentlich wohnen wir ganz idyllisch und am Stadtrand gelegen und brauchen nur fünf Minuten bis ins Hundeauslaufgebiet. Aber der Wagen steht nicht immer zur Verfügung, und am frühen Morgen werden im dichten Berufsverkehr aus den fünf ganz schnell zehn oder fünfzehn Minuten. Mit dem Fahrrad wäre man wesentlich flexibler und schneller, außerdem spart es Kosten und Nerven. Mein Schäferhundmischlungsrüde liebt es, am Rad zu laufen, allerdings nicht im dichten Straßenverkehr, wie ich erst unlängst wieder feststellen konnte. Und da er bei Begegnungen mit anderen ebenso selbstbewussten Rüden nicht immer ganz leicht zu führen ist, möchte ich Radtouren mit ihm lieber auf ländliche Gebiete beschränken. Um trotzdem flott und unkompliziert raus fahren zu können und dort dann unseren Morgenspaziergang zu machen, habe ich mich nun entschlossen, einen Fahrradanhänger für Hunde anzuschaffen. Die Investition hat sich wirklich gelohnt. Der Fahrradanhänger ist keine 15 Kilogramm schwer. Er verfügt über einen stabilen Stahlrohrrahmen und kann einfach und schnell montiert werden, ich brauche nicht mal Werkzeug dafür. Der Bezug besteht aus Nylon und ist mit einem Fliegengitter versehen. Mit einem zugelassenen Rücklicht ausgestattet kann der Anhänger im Straßenverkehr benutzt werden, und einer Nutzung als Lastenanhänger steht auch nichts im Weg. Mein [Hund->hundeerziehung] hat nur einige Minuten Eingewöhnung gebraucht, um sich an das neue Transportmittel zu gewöhnen. Natürlich kann ich ihn am Sitz anschnallen. Mittlerweile sind wir morgens schneller im Auslaufgebiet als die anderen, die mit dem Auto anfahren.

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Der Labrador: liebenswert und voller Power

Wer sich einen Labrador in die Familie holt, kann sicher sein, dass die Uhren von nun an anders gehen. Der kräftige mittelgroße Hund mit dem fragend-lachenden Gesicht und dem Powerherzen braucht neben Zuwendung und Familienanschluss sowie konsequenter Hundeerziehung, bei der er viel lernen will, vor allen Dingen jede Menge Auslauf. Und das heißt in diesem Fall: mindestens zwei Stunden täglich Freilauf, es dürfen auch drei sein. Freilauf bedeutet übrigens nicht, dass man den Hund in den Garten lässt, um sich selbst auf dem Sofa auszustrecken! Labradore sind Jagdhunde, und sie lieben das Wasser, auch wenn es von oben kommt. Schlechtes Wetter gibt es gerade für diese Hunderasse grundsätzlich nicht. Es gibt nur „drinnen" und „draußen". Und Letzteres ist in jedem Fall immer besser. „Labis" bezaubern in den Farben gelb, schwarz und braun, und es gibt die beliebte Rasse in zwei Zuchtlinien: Die so genannte Field-Trial-Linie wird hauptsächlich für die Arbeit gezüchtet. Diese Hunde sind leichter und schmaler gebaut und neben der kraftvolleren und behäbigeren Linie seit einiger Zeit überaus beliebt in Deutschland. Gerade dieser Hund braucht jedoch unbedingt eine zusätzliche Aufgabe, um sich ausgelastet und wohl zu fühlen. Regelmäßig durchgeführte und wechselnde Apportieraufgaben machen aus dem zufriedenen Familienhund Labrador einen glücklichen Hund. Der Unterschied kann ziemlich groß sein... Es lohnt sich unbedingt, mit einem Labrador in die Hundeschule oder zum Hundetrainer zu gehen, um sich wertvolle Anregungen zu holen und mit anderen Hundebesitzern ins Gespräch zu kommen. Labradore eignen sich auch als Blindenführhunde oder als Rettungshunde, die in Katastrophengebieten zum Einsatz kommen. Polizei und Zoll arbeiten ebenfalls gerne mit dem klugen Hund zusammen und setzen ihn als Spürhund ein.

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Hundeerziehung: Ohne Leckerli geht gar nichts

Bei den meisten modernen Hundeerziehungsmethoden läuft nichts ohne Leckerli, das zur Bestätigung und Bekräftigung des Lernerfolgs verteilt wird und mit dem man relativ schnell die Aufmerksamkeit des Hundes erregt.  Sofern man einen Hund hat, der gerne frisst, und das tun die meisten, kann man gewiss sein, dass er innerhalb kürzester Zeit das gewünschte Verhalten an den Tag legt, die Hundeerziehung geht so spielerisch und nebenbei. Dabei ist es ganz egal, ob es um „Sitz" und „Bleib" geht oder das Jagen von Radfahrern und Joggern mit Hilfe eines Hundetrainers abgewöhnt werden soll. Leckerlis sollten jedoch unbedingt etwas Besonderes sein. Das übliche Trockenfutter wird zurückhaltende Esser unter den Hunden gar nicht überzeugen. Es darf ruhig ein außergewöhnlicher Belohnungshappen gereicht werden, erst recht wenn der Hund beispielsweise besonders aufmerksam war oder eine schwierige Apportierübung erfolgreich meistern konnte. Als ich mit meiner Hundearbeit anfing, hatte ich stets irgendeine Plastiktüte dabei, in der ich die handelsüblichen Kaustreifen für Hunde aufbewahrte oder auch mal ein Stückchen Wurst. Manchmal stopfte ich mir auch ein paar Leckerlis in die Jackentaschen. Aber wer will schon ständig Krümel in den Taschen haben oder Flecken? Mittlerweile habe ich mir einen Leckerli-Beutel aus abwaschbarem und höchst robustem Material angeschafft. Diese Taschen sind wirklich ausgesprochen praktisch. Sie lassen sich am Gürtel befestigen, ermöglichen einen schnellen Zugriff und bieten auch noch Platz für die Hundepfeife oder den Schlüssel. Es gibt sie in den unterschiedlichsten Ausführungen und Größen, und ich gehe ohne meine Leckerli-Tasche nicht mehr aus dem Haus.

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Im Winter joggen?

Viele Jogger lassen sich von Kälte und Dunkelheit abschrecken, weil es die meisten schöner und angenehmer finden, in lauer Frühlingsluft durch den duftenden Park zu laufen oder in aller Herrgottsfrühe mitten im Sommer. Die Sonne geht gerade auf, die Luft ist noch taufrisch, das Leben erwacht. In den dunklen Monaten des Jahres lockt wenig: Es ist sowohl morgens als auch abends trüb und kalt, vielleicht sogar sehr kalt, dunkel und unwirtlich. Kein Vogel singt, die Bäume sind im Winter erstarrt, und die Sonne lässt sich allenfalls mal um die Mittagszeit sehen, wenn man auf der Arbeit ist oder einfach keine Zeit hat. Lustlosigkeit macht sich breit. Wer jetzt die Laufschuhe anzieht, muss ganz schön verrückt sein. Ein eingefleischter Warmluft-Jogger ist schwer zu überzeugen mit den üblichen Argumenten. Der Hinweis auf die richtige Winterkleidung zum Joggen, nämlich Winterlaufschuhe, Fleece-Pullover und Laufjacke, lässt ihn unter Umständen genauso kalt wie der Rat, den inneren Schweinehund einfach mal zu überwinden. Allenfalls lässt er sich überreden, einige Jogging-Einheiten auf dem Laufband im Fitnessstudio zu absolvieren. Doch es ist erwiesen, dass sich gerade Menschen, die stimmungsanfällig sind oder in den trüben Monaten eventuell sogar zur Winterdepression neigen, deutlich besser fühlen, wenn sie dem Winter trotzen und auch unter widrigen Bedingungen an der frischen Luft laufen. Auch wenn die Sonne sich unter dichten Wolken kaum blicken lässt - unser Organismus speichert die UV-Einstrahlung, was das Immunsystem stärkt und munter macht. Die Endorphinausschüttung tut ein Übriges, um uns so richtig in Schwung zu bringen. Wer übrigens einmal auf den Geschmack gekommen ist, wird sich von keinem Winter mehr abschrecken lassen.

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Pulsfrequenzuhr: pro oder contra?

Meine Nachbarin will es ganz genau wissen. Sie hat sich nach einer Laufbandanalyse nicht nur die allerneuesten Runningschuhe, mit Pronationsstütze, wie sie betonte, und ein Funktionsshirt mit passender Tight zugelegt, sondern auch eine schicke Pulsfrequenzuhr. Die misst nicht nur, ob man sich außerhalb seines angestrebten Trainingsbereichs befindet, um dann nervtötend herum zu piepsen, sondern zählt sogar Runden und verbrauchte Kalorien. Es soll sogar Pulsmesser geben, die die absolvierten Höhenmeter addieren. Ich gebe mich schwer beeindruckt, bin aber eher ein bisschen skeptisch. Ist das wirklich nötig? Soviel Technik für einige Laufrunden am Morgen oder auch am Abend, die der Entspannung dienen sollen und dabei den Kalorienverbrauch hoffentlich ein wenig ankurbeln, scheint mir überflüssig. Aber meine Nachbarin sieht das anders. Sie sei immer viel zu schnell gelaufen, ohne es richtig wahr zu nehmen, erklärt sie mir bereitwillig. Und nach zehn Minuten sei ihr dann regelmäßig die Puste ausgegangen, manchmal auch erst nach einer Viertelstunde. Muskelkater habe sie auch dauernd gehabt und Seitenstiche. Ihr Ziel sei es, in einer guten Stunde 10 Kilometer zu laufen, ohne in Atemnot zu geraten. Dabei helfe ihr die Uhr. Ich werde neugierig. In einem Laufladen mache ich mich schlau und erfahre einiges über Maximalpuls und Ausdauerpuls. Und genau Letzterer ist entscheidend, wenn man anstrebt, in einem gleichmäßigen Tempo längere Zeit zu laufen, seine Ausdauer zu trainieren und die Fettverbrennung zu steigern. Die Pulsfrequenzuhr wird auf die individuelle Werte und Bedürfnisse eingestellt und signalisiert Abweichungen. In der Tat - einen Puls von 120 oder 130 erreiche ich ziemlich schnell und fast ohne zu merken. Bei 150 habe ich immer noch das Gefühl, gerade mal etwas flotter unterwegs zu sein, aber die Pulsfrequenzuhr mahnt mich sofort, das Tempo zu drosseln. Und in der Tat - ich laufe nun ruhiger und bin länger unterwegs. 10 Kilometer sind eigentlich gar nicht so illusorisch...

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Meine Nachbarin will es ganz genau...

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Gegen Übergewicht hilft Ernährungsumstellung

Übergewicht ist in unseren Breitengraden ein ernstes Thema. Bereits Kinder und Jugendliche bringen häufig viel zu viele Pfunde auf die Waage, und die meisten Erwachsenen haben schon mal in der einen oder anderen Form Diät gehalten und/oder Fitnesstraining zum Ankurbeln der Fettbrennung zumindest in Erwägung gezogen. Dabei wissen die meisten Menschen heutzutage, dass Pommes und Pizza, Eis und Schokolade nicht nur dick, sondern auch krank machen. Wenn sich dann noch Diabetes, Herzprobleme und Bluthochdruck einstellen, ist es allerhöchste Zeit, Abhilfe zu schaffen und etwas zu tun. Dabei bringt es langfristig herzlich wenig, mit Hilfe einer der zahlreichen Diäten, die in zig Fachbüchern und Zeitschriften gerade im Frühjahr angepriesen werden, tapfer gegen das Übergewicht anzukämpfen, um dann nach vier oder acht Wochen oder auch drei Monaten, wenn die Jeans wieder passt, in die alten Essgewohnheiten zurückzufallen. Der vielzitierte Jojo-Effekt lässt garantiert nicht auf sich warten: Das bedeutet, dass der Organismus, der wochenlang sparsam ernährt wurde, nun so schnell wie möglich seine Fettreserven wieder auffüllt und zur Sicherheit gleich noch ein paar Kilo extra „anlegt"... Hiergegen kann nur eine langfristige Ernährungsumstellung helfen. Die aber darf nicht an den eigenen Bedürfnissen und der Vorstellung von Lebensqualität vorbeigehen, sonst wird sie in absehbarer Zeit ohnehin über Bord geworfen oder wir laufen nur noch mit schlechter Laune durch die Gegend. Wer gerne Fleisch und Wurst isst, wird auf Dauer nicht mit Rohkostsalaten zufrieden sein. Manchmal genügt es, auf fettarme Fleisch- und Wurstsorten auszuweichen und den Aufstrich weg zu lassen oder durch eine Halbfettbutter zu ersetzen. Süßmäuler sind einfach nicht glücklich, wenn sie sich nur noch mit Obst oder Joghurt begnügen sollen. Doch es gibt fettarme Eissorten, die ausgesprochen lecker schmecken, und hin und wieder ein Stück Obstkuchen kann einfach nicht ungesund sein...

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Body Mass Index: Wohlfühl-Ideal-Gewicht

Ganz so einfach ist das ja alles nicht. Die Hosen kneifen, der Bauch war schon mal flacher, und über das Hüftgold wird am besten geschwiegen. Vier, fünf Kilo müssten dringend runter, wie es so schon heißt, besser noch gleich acht oder zehn, um Idealgewicht zu erreichen, und zwar sinnvollerweise mit Hilfe einer Ernährungsumstellung und Joggen oder Fitnesstraining. Aber welche Richtwerte beim Gewicht sind eigentlich die entscheidenden? Wie errechnet sich der Body Mass Index oder kurz: BMI und welche Ausgangswerte sind dabei zu berücksichtigen? Gleich mal vorneweg: Richtwerte können immer nur Durchschnittswerte darstellen. Ein muskulöser junger Mann wiegt bei gleicher Größe deutlich mehr als ein schlaksiger Typ, hat deswegen aber noch lange kein Übergewicht. Muskeln wiegen mehr als Fett! Wer also gleichzeitig mit Sport anfängt und abnehmen möchte, wundert sich vielleicht, dass die Waage arg langsam nach unten klettert, während der Körper sich deutlich straffer anfühlt und die Hosen wieder wunderbar passen. Ein anderer Aspekt ist das Alter. Eine Zwanzigjährige, die bei 1,65 Metern 55 kg auf die Waage bringt, wird aller Wahrscheinlichkeit nach in zwanzig Jahren einige Kilo mehr wiegen und trotzdem noch schlank sein und sich wohl fühlen... Wir nehmen über die Jahre hinweg zu. Das ist kein Drama, sondern ganz natürlich. Ein paar Pfund mehr im Alter stärkt die Widerstandskraft! Beim BMI werden Gewicht und Größe in eine rechnerische Beziehung zueinander gesetzt. Gute BMI-Rechner, die es auch im Internet gibt, beziehen Alter und Muskeltyp mit in die Auswertung ein. Entscheidend ist, ein Gewicht zu erreichen, bei man sich langfristig wohl fühlt und gesund ist.

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Marathon: der lange Lauf

Es fing ganz harmlos an: Ich wollte etwas für meine Gesundheit tun, nachdem mich Beruf und Kinder und andere Ausreden einige Jahre davon abgehalten hatten. Ich fing an zu joggen. Aus fünf Minuten wurden relativ schnell 15 und bald eine halbe Stunde, und die Anstrengung war gut zu tolerieren. Es machte Spaß, und ich kam erfrischt von meiner Morgenrunde zurück, um in den Tag zu starten. Da ich unter einer Fußfehlstellung litt, benötigte ich orthopädische Einlagen und den richtigen Laufschuh, und weil ich schon mal dabei war, gönnte ich mir leichte Funktionslaufkleidung, in der es sich einfach angenehmer schwitzt, weil der Schweiß nicht an der kleben bleibt, sondern abtransportiert wird. Aus fünf Kilometern wurden zehn und bald 15, dann sogar zwanzig. Der Gedanke, dass ich einen Halbmarathon bewältigen konnte, fühlte sich gar nicht mehr fremd an, und einige Monate später ließ ich mich zum ersten Mal vom Marathonfieber anstecken. Einen ganzen Sommer lang trainierte ich strikt nach einem Laufplan, nachdem ich von meiner Hausärztin nach einem Gesundheitscheck grünes Licht bekommen hatte, um dann im Herbst zum ersten Mal 42 km in Angriff zu nehmen. Ein überwältigendes Erlebnis! Aufregend, anstrengend, lustvoll. Inzwischen bin ich acht Mal die große Tour beim Berlin-Marathon gelaufen, und spätestens wenn der Sommer vor der Tür steht, beginnt die Zeit des intensiven Lauftrainings. Allerdings weiß ich inzwischen, dass ein Laufplan nur so gut für mich ist, wie er mit meinem Alltag und den Anforderungen, die ich sonst noch so zu bewältigen habe, zusammenpasst. Ich muss nicht mehr strikt nach Vorgaben trainieren und mich schon gar nicht dabei überanstrengen. Ich laufe drei-, viermal die Woche, davon eine langsame und zunehmend längere Einheit, gebe hin und wieder auf einer kurzen Strecke Gas und behalte den Marathon unter zwei ganz wesentlichen Aspekten im Blick: gesund und munter ins Ziel kommen.

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Hundegeschirre für Kampfschmuser

Man sieht sie inzwischen überall - an großen und kleinen Hunden, an lauffreudigen Huskys genauso wie am pummligen Mops oder an langbeinigen Dalmatinern. Hundegeschirre gibt es in zig verschiedenen Farben und Formen, und manche lustige Aufschrift, beispielsweise Kampfschmuser oder Steuerzahler, verleitet zum Schmunzeln oder Nachdenken. Hundegeschirre sind in Mode gekommen und ausgesprochen praktisch. Sie sind angenehm zu tragen, gerade für größere Hunde, die auch mal kraftvoller an der Leine ziehen und so viel besser kontrolliert werden können. Sie sehen in der Regel schick aus oder machen zumindest etwas her. Dabei soll nicht verhehlt werden, dass ein schlanker Retriever die bessere Figur mit ihm abgibt als ein Pudel, der mit dem einen oder anderen Pfündchen Übergewicht aus dem Winter gekommen ist... Bei der Anschaffung eines Hundegeschirres sollten jedoch einige grundlegende Dinge beachtet werden. Das Geschirr sieht nur gut aus und ist angenehm für den Hund, wenn es richtig sitzt und vernünftig verarbeitet ist. Ansonsten gibt es unter Umständen aufgescheuerte Hautstellen oder das Geschirr hat soviel Spielraum, dass es eine Gefahr darstellt, weil das Tier beim Herumtoben beispielsweise an einem Ast hängen bleibt oder mit einem Bein herausrutscht. Wer mit seinem Vierbeiner zum Anpassen nicht in einen Hundezubehör Laden oder ein Zoofachgeschäft gehen möchte und das Hundegeschirr online kaufen möchte, sollte unbedingt genauestens Maß nehmen. In der Regel sitzt ein Geschirr alles andere als perfekt, wenn man allgemein „für mittelgroße Hunde" bestellt. Das ist ein weiter Begriff, auch wenn das Geschirr manuell verstellt werden kann. Man kann aus vielen Ausführungen wählen, neben einzelnen Brustgeschirren kann man auch zu einer Hundegarnitur greifen, einer Kombination aus Geschirr und Leine. Gute Verarbeitung und sicherer Sitz haben ihren Preis. Aber er lohnt sich, insbesondere wenn man mit seinem Hund joggt oder Fahrrad fährt und das Geschirr einiges aushalten muss.

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Laufen zum Abnehmen: Der innere Schweinehund

MEIN innerer Schweinehund kann manchmal ein richtig wildes Tier sein. Wer beziehungsweise was mit der Bezeichnung gemeint ist, weiß wohl jeder, der schon mal eine Diät abgebrochen hat, weil besagter Schweinehund mit breitem Grinsen die Kühlschranktür aufhielt und den Blick direkt auf die Koteletts lenkte oder die Sahnenusstorte. Auch Einheiten im Fitnessstudio leiden unter diesem alles andere als possierlichen Tierchen, und so manch anderes Vorhaben erwies sich durch seine Einmischung als Seifenblase. Der innere Schweinehund macht mit besonderer Begeisterung zielgerichtete Vorhaben zunichte, die eine gewisse Disziplin, Durchhaltevermögen und Willensstärke erfordern. Aber was genau passiert dabei eigentlich? Warum hat man das Gefühl, dass der Schweinehund immer größer wird, je eifriger man an seinem Plan festhält? Und warum fühlen wir uns so schwach und erniedrigt und doch irgendwie befreit, wenn wir schließlich nachgeben beziehungsweise aufgeben? Der innere Schweinehund wächst und gedeiht umso freudiger, je mehr wir gegen ihn ankämpfen. Er ernährt sich von unserem Bemühen, ihn beiseite schieben zu wollen. Wir haben Angst vor ihm und wir geben ihm genau damit Macht. Das ist sein Geheimnis. Ich habe meinem jetzt den Kampf angesagt. So geht es nicht mehr weiter, mittels regelmäßigem Laufen werde ich abnehmen. Eine Ernährungsumstellung alleine hat keinen großen Erfolg gebracht. Über die richtigen Lauftechniken muss ich mich allerdings noch informieren. Ich hoffe bei einem Besuch in der Buchhandlung ein gutes Laufbuch zu finden. Wer sich dreimal in der Woche einen Fünf-Kilometer-Lauf vorgenommen hat und den inneren Schweinehund zu Hause anbinden muss, um überhaupt aufbrechen zu können, verliert sehr schnell viel Energie und hat auch bald einen Schuldigen gefunden, um sein Vorhaben nicht weiterführen zu müssen. Der Schweinehund war schuld. Also jemand anderes. Wie wäre es denn, wenn man das aufdringliche und nervtötende Tier einfach mit nimmt? Ja, ich weiß, dass es dich gibt und dass du andere Vorschläge hast, was ich am frühen Morgen so alles machen könnte - zum Beispiel ausschlafen -, könnte man ihm zuraunen. Aber die frische Luft tut gut, und in einer guten halben Stunde kehren wir zurück, versprochen. Ein besänftigter Schweinehund klingt leiser, weniger eindringlich. Vielleicht schweigt er irgendwann für einige Minuten. Oder auch länger...

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Hunde im Rudel

Vor ein paar Jahren entschlossen wir uns, unsere Familie um ein tierisches Mitglied zu erweitern, genauer gesagt um einen Hund. Eine Katze hatten wir schon. Wenig später kam Joyce zu uns, eine Australien Shepherd Hündin, kurz Aussie genannt. Sie erwies sich als ideale Begleitung beim Joggen, hat eine Vorliebe fürs Frisbeespielen entwickelt und ist eine agile und selbstbewusste Hündin geworden. Wenig später lernten wir eine Tierärztin kennen, die sich aktiv im Tierschutz engagiert. Wir waren immer ziemlich perplex, wenn sie mit ihren vier Hunden loszog. Joyce allein empfanden wir schon als anspruchsvolle Gefährtin, aber vier Hunde? Inzwischen sind einige Jahre vergangen. Nach Joyce kam Foxx zu uns, ein Terrier-Jagdhundmischling, dann Nanouk, ein Schäferhund-Husky-Mix, und unsere Katzenfamilie umfasst mittlerweile vier Mitglieder. Alle Tiere nach Joyce sind uns selbstverständlich von jener Tierärztin vermittelt worden, so dass wir nun die Tier im Rudel halten. Nun könnte man natürlich behaupten, dass es doch im Grunde egal ist, ob man einen agilen Hund zweimal täglich auf große Auslaufrunden führt, oder zwei oder drei Tiere gemeinsam ausgeführt werden. Das stimmt, der Zeitaufwand verändert sich kaum. Und doch stellt ein Rudel etwas anderes dar als die Summe mehrerer Hunde. Wenn die Rudelmitglieder gut miteinander harmonieren, ist der Spaß für Menschen und Tiere garantiert. Die Hunde fühlen sich wohl, sind ausgeglichen und, ja, fröhlich. Sie ruhen in sich. Falls es bei einem neu hinzugekommenen Tier am Anfang hakt, was nicht ungewöhnlich ist, braucht man Geduld, Feingefühl und Sachkenntnis. Keinesfalls sollte man sich in die Rangordnung der Hunde einmischen. So ist unsere Hündin Joyce nach wie vor die Rudelchefin, aber es wäre auch denkbar gewesen, dass der junge Rüde als erwachsener Hund das Rudel anführt. Zwei erwachsene Hündinnen können sich übrigens genauso in die Quere kommen wie zwei Rüden, die sich nicht einig sind. Unser Fazit: Wir möchten keinen von den dreien missen!

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Faszination Tschechoslowakischer Wolfshund

Vor gut fünfzig Jahren wagte Karel Hartl in der damaligen CSSR ein Experiment: Um eine besonders mutige und arbeitswillige Hunderasse zu kreieren, die auch beim Militär eingesetzt werden konnte, kreuzte er Karpatenwölfe mit deutschen Schäferhunden. Das erhoffte Ergebnis blieb jedoch aus. Die Nachkommen zeichneten sich zwar durch viele wölfische Eigenschaften aus, allerdings zeigten sich dabei genau jene Verhaltensweisen, die Hartl so gar nicht im Sinn hatte, als er von einem unerschrockenen Militärhund träumte. Die ersten Welpen waren so schreckhaft und menschenscheu, dass an eine auf den Menschen bezogene Erziehung gar nicht zu denken war, und auch nachfolgende Generationen zeigten sich nur bedingt zähmbar, so dass die Zuchtinteressen in der Tschechei bald aufgegeben wurden. Dass die Tiere nicht getötet, sondern die Rasse über Jahre hinweg weiterentwickelt wurde, ist den Slowenen zu verdanken, die 1982 einen Club des Tschechoslowakischen Wolfshundes in Prag gründeten. Der TWH fand seine endgültige Rasse-Anerkennung im Jahre 1999 in Mexiko. Wer sich für das wölfisch ursprüngliche Aussehen und den nach wie vor scheuen Charakter dieser Hunde so begeistert, dass er ernsthaft überlegt, sich einen tschechischen Wolfshund anzuschaffen, sollte diese Entscheidung gründlichst durchdenken und jeden Aspekt berücksichtigen. Dieser Hund ist nach wie vor nicht als Schutzhund geeignet, höchstens in der Weise, dass man sein eindrucksvolles und respekteinflößendes Aussehen mit entsprechenden Attributen gleichsetzt. Der Tschechoslowakische Wolfshund schließt sich eng an seine Familie an, bleibt aber ungern alleine und ist anderen Menschen gegenüber sehr zurückhaltend. In der Regel kann ein Hund dieser Rasse den Sinn irgendwelcher Stöckchenspiele nicht nachvollziehen, wie er sich der Hundeerziehung und  Erziehungsmethoden widersetzt, bei denen Verhalten eingeübt werden soll, das sich ihm nicht erschließt. Ein TWH ist kein gewöhnlicher Hund, der aufregenderweise wie ein Wolf aussieht. Er ist eine ganz besondere Persönlichkeit, die ein entsprechendes Umfeld sowie sensible, liebevolle und gut informierte Menschen braucht, die seine Eigenheiten zu schätzen wissen.

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Vor gut fünfzig Jahren wagte Karel...

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Wechseljahre: Damals und heute

Es klang abschreckend und geheimnisvoll zugleich, wenn meine Mutter über die Jahre sprach, jene Jahre, meist mit einer Freundin oder mit ihrer Mutter, also meiner Großmutter, häufig im Flüsterton oder auch weinerlich entnervt. Das Thema war so weit weg für mich, dass ich nicht viel verstand, damals, aber immerhin doch soviel, dass sich mir der Eindruck einer umwälzenden und alles andere als angenehmen Lebensphase einprägte, die mit Hitzewallungen, Migräne und Herzrasen, schlechten Träumen, schlechter Laune, Falten und Gewichtszunahme verbunden war. Wie fürchterlich! Ich fand es schon seinerzeit ziemlich ungerecht, dass offensichtlich nur Frauen von den Wechseljahren betroffen waren, sagte mir aber, dass schließlich auch nur Frauen die Periode bekommen. Und Kinder. Das hing wohl alles irgendwie zusammen, war aber noch Lichtjahre von mir und meinem Leben entfernt. Glücklicherweise. Heute ist mir vieles klarer, unter anderem auch, dass Lichtjahre manchmal schneller vergehen als man sich vorstellen kann. Die Wechseljahre, das Klimakterium mit all seinen Auswirkungen sind seit Jahren ein vieldiskutiertes Thema in allen Medien, und es gehört zum modernen Ton selbstbewusster Frauen, diese Lebensphase weitaus lockerer zu nehmen, selbstverständlicher, ohne zu klagen und zu leiden. Wechseljahre und die Menopause sind keine Krankheit, sondern eine Chance, heißt es. Das Leben geht weiter, eben ein wenig anders. Umbruch und Aufbruch. Veränderung und Wandel. Ja, es hat sich vieles verändert. Die Menschen werden älter. Wer heute mit Mitte Vierzig in die Wechseljahre kommt, kann noch mal so lange leben. Nur eben anders. Die Prioritäten verschieben sich. Es ist gut, wenn man/frau sich darauf einlässt und gespannt nach vorne blickt. Aber warum sollte man sich hin und wieder nicht auch ein wenig Melancholie erlauben, vielleicht angesichts der straffen Bikinifigur, die man vor zehn Jahren noch hatte? Oder vor zwanzig. Solange man nicht mit sinnlosen Diäten an einem jugendlichen Ideal festzuhalten versucht, sollte der vielleicht augenzwinkernde Rückblick erlaubt sein.

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Hundespielzeug für ängstliche Hunde

Mein weißer Schäferhund-Husky-Mischling stammt aus einem Tiervermehrungsgehege, in dem gut 250 Hunde zusammengepfercht unter den übelsten Bedingungen gehalten wurden. Er war damals zirka drei Monate alt, unterernährt, verletzt und krank vor Angst. Mein Herz ist ihm auf der Stelle zugeflogen, und umgekehrt war es wohl ganz ähnlich. Ich habe ihn Nanouk genannt und meine Entscheidung zu keinem Zeitpunkt bereut. Nanouk und ich sind ein Team. Manchmal sogar ein Dream-Team. Die ersten Wochen waren hart. Nanouk ist ein extrem ängstlicher Hund, er fürchtet alle anderen Hunde, insbesondere  große und dunkle Tiere. Er reagierte mit lang anhaltendem hysterischen Bellen, Zerren, Jaulen und allem, was sonst noch in dieses Bild von einem mit Panik erfüllten Tier gehört. Gassi-Runden an der Leine im Wohnviertel waren der reinste Horror, aber auch die Auslaufrunden gestalteten sich in der Anfangszeit alles andere als entspannend. Leckerlis interessierten diesen Hund wenig bis gar nicht oder höchstens zwei Sekunden lang. Die Hunderziehung mit dem Halti brachte erste Erfolge, verminderte aber Nanouks Ängste nicht entscheidend, ich hatte ihn lediglich besser unter Kontrolle. Mir blieb nur der Weg zu einer Tierpsychologin, die auf Verhaltenstherapie bei Hunden spezialisiert ist. Sie half mir und Nanouk, eine vertrauensvolle Bindung zueinander zu finden und damit auch, die Ängste meines verhaltensgestörten Tiers zu überwinden. Wir versuchten es mit verschiedenen Hundespielzeugen, auch mit speziellen Intelligenzspielzeugen für Hunde, die die Hunde immer wieder neu zum Denken und Spielen anregen. Für uns aber kam der Durchbruch mit dem Ball. Nanouk ist ein Ball-Junkie. Zum Glück. In dem Moment, in dem er begriff, dass er das kleine runde Teil nur zu mir zurück bringen muss, damit es erneut in hohem Bogen durch die Luft geschossen oder geworfen wird und er hinterher jagen kann, interessierten ihn andere Hunde nur noch am Rande. Nanouk, der Ball und ich - das ist ein Dream-Team. Mittlerweile sind vier Jahre vergangen. Nanouk ist immer noch ballverrückt, und man kann seine Aufmerksamkeit nach wie vor wunderbar mit dem Ball binden, aber es gibt auch ohne Hundespielzeug entspannte und völlig unkomplizierte Runden mit ihm, Er ist ein ganz normaler Hund. Der Ball ist kein Allheilmittel, aber er hat diesem Hund geholfen, seine Ängste zu einem großen Teil zu überwinden.

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Hunde kann man gut erziehen

Viele Menschen denken, das es schwer sei, Hunde zu erziehen. Mit viel Konsequenz und Ausdauer gelingt dies allerdings in den allermeisten Fällen.  Man kann Hund verlocken, bestimmte Verhaltensweisen zugunsten anderer bleiben zu lassen, um zum Beispiel niemanden zu gefährden und Rücksicht auf das soziale Umfeld zu nehmen. Wichtig ist zu wissen, wie man seinem Hund beibringt, dass er einem Radfahrer nicht hinterher rennen darf und ihm dann dieses gefährliche Verhalten aberzieht. Es gibt Hunderte von Fachbüchern, in denen die unterschiedlichsten Methoden und Vorgehensweisen bezüglich der richtigen Hundeerziehung dargelegt werden. Jede hat ihre Anhänger und Befürworter und auch Kritiker, aber im Grunde geht es immer um die gleiche Frage: Wie gelingt es mir, die Aufmerksamkeit meines Hundes auf mich zu lenken und ihn, um bei diesem Beispiel zu bleiben, von seinem Bedürfnis, nämlich dem Jagen des Radfahrers, abzuhalten? Zunächst muss man als Besitzer des Hundes den Radfahrer zuerst sehen, um agieren zu können und nicht derjenige zu sein, der nur noch auf die Aktivität des Tieres reagiert, womöglich noch hektisch oder ängstlich, was den Vierbeiner nur zusätzlich anstachelt. Zweitens muss ich dem Hund einen besonderen Anreiz bieten, der es ihm leicht macht, das Jagen der Radfahrer zu unterlassen. Einfaches Festhalten mag zunächst und im Einzelfall angemessen sein, um die Situation ohne Schaden zu bereinigen, aber eine dauerhafte Methode stellt es natürlich nicht dar. Viele Hunde lassen sich mit ganz besonderen Leckerlis davon überzeugen, dass sich die wichtigere Beute gerade in Herrchens oder Frauchens Hand befindet, andere ziehen die Alternative vor, mit Hundespielzeug zu arbeiten und den Hund lieber nach Ball oder einer Frisbeescheibe jagen zu lassen. In jedem Fall muss der Besitzer schnell, konsequent, ruhig und in immer gleicher Weise handeln. Neben Büchern über Hundeerziehung kann der Besuch einer Hundeschule sehr hilfreich sein. Und wenn Bello irgendwann einen Radfahrer sieht und im nächsten Moment nach dem Beutel mit den Leckerlis schielt, hat es funktioniert!

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Hundeerziehung mit dem Halti

Ein Halti sieht aus wie eine Mischung aus Maulkorb und Pferdegeschirr. Der Schlaufenring des Haltis wird über die Schnauze des Hundes gestülpt und ist mit einem Halsband verbunden, das im Nacken in einer Halteleine mündet. Richtig und behutsam eingesetzt kann es in der Hundeerziehung wertvolle Dienste leisten. Das Halti-Training bietet insbesondere bei kräftigen und nervösen Hunden, die beispielsweise heftig auf Artgenossen reagieren, eine gute Möglichkeit, an der Leinenführigkeit des Tieres zu arbeiten und seine Aufmerksamkeit zurück auf den Besitzer zu lenken. Da die Beweglichkeit des Tieres eingeschränkt ist, wird starkes Ziehen und Zerren ohnehin erschwert. Keinesfalls darf das Halti jedoch dazu verleiten, den Kopf des Hundes herum zu reißen. Schwerwiegende Halswirbelverletzungen wären die Folge. Idealerweise führt man den Kopf des Hundes mit der Erziehungshilfe in Verbindung mit einem lockenden Rufen und einem Leckerli zu sich herum, sobald man einen anderen Hund entdeckt, auf den der eigene Vierbeiner gerne mit Bellen und Knurren oder sonst wie unfreundlich reagiert. Es entsteht kein Blickkontakt zum anderen Hund, sondern zum Besitzer. Die Belohnung bekräftigt die Körperbewegung, und die Situation wird ohne Aggression oder Stress bereinigt. Ähnliches gilt für die Begegnungen mit Joggern oder Radfahrern, die erfahrungsgemäß problematisch ablaufen. Es gibt Hunde, die nach zwei, drei Touren mit dem Halti genau wissen, worauf es ankommt, andere brauchen viele Wochen. Man sollte seinem Hund unbedingt eine Eingewöhnungszeit mit dem Halti zugestehen und sich selbst auch erst eingehend mit der Funktionsweise vertraut machen. Darüber hinaus ist die vorausschauende Umsicht des Hundebesitzers ein überaus wichtiger Aspekt, um rechtzeitig auf seinen Hund einzuwirken.

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Hunde und Katzen zusammen halten

Gemeinhin gilt die Parole, dass man sich entweder für einen Hund entscheidet, oder auch für zwei, oder für eine Katze, oder auch zwei. Beides zusammen geht nicht. Oder funktioniert selten und dann meist nur im Fernsehen. Oder klappt lediglich, wenn die beiden sich seit ihrer frühesten Kindheit kennen. Nun, es mag Hunderassen oder auch -Typen geben, die eine Katze grundsätzlich als Beutetier ansehen, dem es hinterher zu jagen gilt, und ich habe auch schon von eigenwilligen Katzen gehört, die ihre Krallen immer dann besonders schärfen, wenn ein Hund auch nur in Sicht- oder Geruchsweite kommt, und sich sämtlichen Umerziehungsmaßnahmen aufs Heftigste widersetzen. Dennoch kann man grundsätzlich behaupten, dass Hunde und Katzen sich unter einem Dach sehr wohl verstehen beziehungsweise einander akzeptieren, und zwar von dem Moment an, in dem beide Seiten verstanden haben, dass die Kommunikation des tierischen Mitbewohners auf anderen Regeln basiert als bei Vertretern der eigenen Art. Ein Hund, der schwanzwedelnd auf einen anderen Hund zuläuft, wird häufig ebenso freudig begrüßt. Falls nicht, hat der derartig begrüßte Hund aber dennoch verstanden, dass die Schwanzwedelei eine Friedensgeste darstellt, er will sie halt nur nicht annehmen, warum auch immer. Eine Katze würde freundliche Neugier niemals schwanzwedelnd zum Ausdruck bringen, denn das bedeutet innerhalb ihrer Art Ärger, Wut, Angriffslust. So ist nur zu verständlich, dass Katze Mau ungnädig reagiert, wenn Hund Bello sich ihr derart nähert. Umgekehrt wirkt eine sich anpirschende Katze, die auf diese Weise ihr Interesse bekundet, auf die meisten Hunde bedrohlich. Trotz dieser frappierenden Unterschiede in der Körpersprache lernen beide Tierarten faszinierend schnell, dass es auch andere Mitteilungsformen gibt und reagieren fortan gelassen aufeinander.

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Aikido: Fernöstliche Kampfkunst

Fernöstliche Entspannungstechniken, aber auch Kampfsportarten haben in Deutschland seit vielen Jahren Hochkonjunktur. Aikido nimmt dabei eine Sonderstellung ein, denn diese japanische Kampfkunsttechnik, die Morihei Ueshiba zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte, ist eine überwiegend defensive Verteidigungsform, die höchste Konzentration, Beweglichkeit und Versenkung in die Wachheit des Augenblicks erfordert beziehungsweise übt. Die meisten Techniken sind dem Aiki-JuJutsu sowie dem Schwertkampf verbunden. Typisch und charakteristisch sind die runden und fließenden, manchmal nahezu tänzerischen, aber auch akrobatisch anmutenden Bewegungen, in die die Angriffsenergie des Gegners gelenkt wird, um sie dann auf ihn einwirken zu lassen. Es werden sowohl waffenlose Techniken angewandt als auch Übungen mit Stock und Schwert ausgeführt. In der klassischen Form des Aikido werden keine Wettkämpfe ausgetragen, und aktive Angriffsformen sind verpönt. Es existieren auch keine Gewichts- und Altersklassen, Männer und Frauen trainieren gemeinsam, meistens gehen auch Anfänger und Fortgeschrittene zusammen auf die Matte. Ein respektvoller Umgang miteinander wird vorausgesetzt. Wer daran interessiert ist, seine erlangten Fähigkeiten bei Prüfungen unter Beweis zu stellen, ist in der Regel genauso willkommen wie Aikido-Übende, die ohne diesen Anspruch auf die Matte gehen - aus reiner Freude an der Bewegung und dem lebendigen Austausch mit anderen Begeisterten. Man kann Aikido sowohl mit Zwanzig als auch mit Vierzig oder Sechzig für sich entdecken oder bereits als Kind. Aikido ist dem Zen und der Zen-Meditation aufs Tiefste verbunden. Wer nicht nur eine Möglichkeit sucht, sich sportlich zu betätigen, sondern Bewegung und Meditation als eine faszinierende Einheit verstehen will, ist in einem Aikido-Dojo genau richtig.

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Jogger und Hunde: Rücksicht hilft weiter

Jogger und Spaziergänger mit Hunden sind häufig kein Dream-Team. Begegnungen laufen selten völlig entspannt und harmonisch ab, von freundlich-heiterer Atmosphäre ganz zu schweigen. Skeptische Blicke sind an der Tagesordnung, und zwar von beiden Seiten. Die Hundebesitzer fürchten, dass ihre vierbeinigen Lieblinge von vorbeihetzenden Läufern über den Haufen gerannt werden könnten, die Jogger hegen den Verdacht, dass Hunde sich grundsätzlich als Wadenbeißer vergnügen und gerne mal zu dem einen oder anderen Sprint anregen... Sicherlich haben beide Parteien manchmal Grund sich zu ärgern. Es gibt sowohl rücksichtslose und intolerante Jogger, die nur auf ihre Uhr schielen und von ihrer Umgebung nichts mehr mitbekommen, schon gar keinen gemütlichen Spaziergänger, der mit seinem Dackel eine friedliche Gassirunde dreht, als auch Hundebesitzer, die meinen, dass jeder Feldweg zunächst mal ihren vierpfotigen Freunden vorbehalten ist und der Rest sich unterzuordnen hat. Und es sind unerzogene und aufdringliche Hunde unterwegs, die eben nicht als niedlich und verspielt gelten dürfen, sondern denen es ganz einfach an gutem Benehmen mangelt. Dennoch ist dieser Konflikt nicht unüberwindbar. Ein wenig Rücksicht und Umsicht auf beiden Seiten kann zu einem freundlichen Austausch führen, der alle weiteren Begegnungen prägt. Wer als Jogger erlebt, wie zwei große Hunde behutsam zur Seite genommen werden, wenn man sich nähert, ist vielleicht zwei Kilometer weiter so milde gestimmt, dass er das Tempo raus nimmt, bevor er an einer spielenden Terriergruppe vorbeiläuft, worauf die Terrier so gar kein Interesse mehr haben, hinter ihm her zu sausen...

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Portugiesischer Wasserhund

US-Präsident Barack Obama hat Umsicht walten lassen, auch bei der Wahl des Familienhundes. Portugiesische Wasserhunde sind nicht nur kinderlieb, hochintelligent und pflegeleicht, sie gehören auch einer sehr alten Rasse an, deren Bestand noch Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts auf weltweit gerade mal 50 Tiere beschränkt war. Ursprünglich als anhänglicher und emsiger Arbeitshund von den portugiesischen Fischern geschätzt und auf Booten und im Wasser sowohl schwimmend als auch tauchend eingesetzt, wurde die fleißige und gelehrsame Rasse immer weniger gebraucht, als der Fischfang zurückging und wäre beinahe ausgestorben. Mittlerweile wird der schöne und robuste Portugiese oder auch Cão de agua Português, der zu Recht an einen großen, kräftigen Pudel erinnert, da er aller Wahrscheinlichkeit nach zur Entstehung dieser Rasse beigetragen hat, als Familienhund und Gefährte geliebt. Ein Rüde wird zirka 55 Zentimeter groß und wiegt um die 22 Kilo, weibliche  Tiere werden zwischen 45 und 52 Zentimeter groß und bringen ungefähr 20 Kilo auf die Waage. Das sensible, bewegungsfreudige und selten kläffende Tier stellt häufig auch für allergiekranke Menschen kein Problem dar, weil er nicht haart. Da er charakterlich überaus gefestigt ist und eine besonders hohe Reizschwelle insbesondere bei Kindern zeigt, wird der Portugiesische Wasserhund in den USA und Portugal gerne auch in der Hundetherapie eingesetzt.

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Parson Russell Terrier

Terrier gehören zu den am häufigsten falsch eingeschätzten Hunden. Da bildet auch der Parson Russell Terrier keine Ausnahme. Er ist klein und drahtig, hübsch anzusehen, ein drolliges lebhaftes Kerlchen eben, das in jeden Fahrradkorb passt und auch in einer kleinen Wohnung Platz findet. Ein Familienhund, gut geeignet für Kinder, anpassungsfähig, robust und liebenswert, verspielt und klug. Das stimmt, aber... Wer sich für einen Terrier entscheidet, sollte sich unbedingt darüber klar sein, dass dieser knuddlige Kerl bei aller Possierlichkeit das Herz, den Mut, Stolz und Eifer eines Jagdhundes mitbringt und das genaue Gegenteil eines Schoßhündchens darstellt. Das bedeutet nicht nur, dass er eine Aufgabe braucht, die über Gassigehen und ein bisschen Ballspielen hinausgeht, sondern auch eine konsequente Erziehung, die ihm seinen Platz im Mensch-Hunde-Team verdeutlicht, denn ein Terrier ist nur in unseren Augen ein vergleichsweise kleiner Hund. Wer je beobachten durfte, wie ein Parson Russell Terrier einer Dogge den Schneid abgekauft hat, wird sofort wissen, was gemeint ist. Für Hunde ist die körperliche Größe zweitrangig. Sie kommunizieren durch klare Signale und Körpersprache, um ihr Selbstbewusstsein und ihren Rang zu verdeutlichen. Die Botschaft, die von gesträubtem Nackenfell und tiefem Knurren ausgeht, verstehen und achten andere Hunde, ob der Kollege nun groß und massig ist oder klein und schlank. Ein PRT ist ein aktiver Sportler, der verkümmert und sich andere, in der Regel von seinen Menschen gar nicht gerne gesehene Beschäftigungen sucht, wenn er nicht ausgelastet ist. Er ist ein guter Begleiter beim Ausritt oder Joggen, und er liebt Fahrradtouren, und zwar nicht im Körbchen sitzend! Terrier sprudeln häufig über vor Temperament. Ungeduldige, nervöse Menschen passen nicht so gut zu ihnen.

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Australien Shepherd

Der Australien Shepherd, kurz Aussie genannt, stammt nicht aus Australien, wie der Rassename vermuten lässt, sondern aus Amerika. Dort bewährte er sich ganz besonders beim Hüten australischer Schafe. Der ausgesprochen schöne und kluge Hund wird seit gut einhundert Jahren als Hüte- beziehungsweise Arbeitshund gezüchtet. Die heutige Rasse entstand nach dem Einkreuzen anderer Hütehunde. Dabei unterscheidet man die sogenannte Arbeitslinie von der Showlinie. Ein Show-Aussie hat häufig eine besondere Begabung für temperamentvolle Spiele wie Frisbee oder Dogdancing, während ein Vertreter der Arbeitslinie ganz auf seinen Hüteinstinkt konzentriert ist. Ein Aussie ist ein lebhafter, sensibler und stets aufmerksamer Hund und ein wiss- und lernbegieriger Begleiter. Das hört sich auf den ersten Blick toll an, doch wer sich einen Australien Shepherd ins Haus holt, muss wissen, dass dieser Hund alles lernt, auch Verhaltensweisen, die unerwünscht sind, und die sogar besonders nachhaltig. Wer seinen Liebling einmal in aller Eile abgeleint hat, weil ihm das aufgeregte Gekläffe auf die Nerven gegangen ist, darf sich nicht wundern, wenn der Hund von da an begeistert bellend genau darauf spekuliert... Seine Halter müssen stets Konsequenz und nie nachlassende Aufmerksamkeit an den Tag legen, und sie sollten keine Hundeanfänger sein. Es genügt keinesfalls, dem Aussie lediglich genügend körperliche Bewegung zu verschaffen. Neben ein bis zwei großen Freilaufrunden von je mindenstens einer Stunde, pro Tag natürlich, braucht diese Hunderasse viele Anreize, um geistig ausgelastet zu sein. Ein Zweithund könnte hier übrigens von großem Vorteil sein... Ein Australian Shepherd wird zwischen 45 und knapp 60 Zentimeter groß. Es gibt ihn in Schwarz und Rot, kombiniert mit andersfarbigen Abzeichen, außerdem in den beliebten bunten Merle-Farben und mit blauen Augen. Das sieht ausgesprochen hübsch aus, man sollte jedoch wissen, dass diese Farbschläge aufgrund eines Gendefektes entstehen und Merle-Hunde sich nicht miteinander verpaaren dürfen. Die Nachkommen sind häufig missgebildet und taub.

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Ein Hund aus dem Tierheim

Viele Menschen können sich ein Leben ohne tierischen Begleiter gar nicht vorstellen. Ein Hund gehört einfach dazu oder eine Katze oder was auch immer. Es dürfen auch mehrere Tiere sein... Wer erstmals den Wunsch verspürt, seinen Haushalt zu vergrößern und ein Tier aufzunehmen, steht vielleicht vor der Frage, ob er zum Züchter geht, im Tierheim vorbeischaut oder auf irgendeine Kleinanzeige, in der preiswert Welpen angeboten werden, reagiert. Ganz klar: Mit der letzten Variante ist man am schlechtesten beraten und läuft Gefahr, verantwortungslose Hundevermehrer zu unterstützen, die nur am Profit interessiert sind, ihre Zuchttiere unter den übelsten Bedingungen halten und häufig auch kranke Welpen verkaufen. Bei einem seriösen Züchter wird einem das kaum passieren. In der Regel bekommt man einen gesunden, gut sozialisierten und reinrassigen Welpen, der einem sehr viel Freude macht, aber auch seinen Preis hat. Es spricht vieles für die zweite Variante, erst recht wenn man aktiv etwas für den Tierschutz tun möchte. Wer jetzt einwendet, dass er aber keinen „abgelegten" Hund haben möchte, weil er fürchtet, dass der eventuell aufgrund bisher schlechter Erfahrungen unberechenbare Reaktionsweisen an den Tag legen könnte, dem sei zunächst versichert, dass Tierheimbewohner gesundheitlich und natürlich auch hinsichtlich etwaiger Verhaltensauffälligkeiten gründlich untersucht und behandelt werden. Besonders ängstliche Hunde würden zum Beispiel gar nicht in Familien, sondern nur in hundeerfahrene Hände vermittelt werden. Zum zweiten landen auch viele Welpen, sogar reinrassige, oder sehr junge Hunde im Tierheim und warten begierig auf ein Zuhause, das sie aufmischen können.

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Freude am Laufen

Das Angebot auf dem Ratgebermarkt zum Themen Joggen, Running, Laufen, Walken ist riesig. Es gibt kaum einen Aspekt, der beim Ausdauersport nicht von zahlreichen Fachleuten und/oder aktuellen beziehungsweise Ex-Spitzensportlern eingehend betrachtet wird, ob es sich nun um die richtige Ausrüstung oder fundierte Trainingspläne und Muskelaufbauprogramme oder auch knifflige Ernährungsfragen handelt. Auch die Hinweise zur Gewichtsreduktion oder zur Kombination mit anderen Sportarten sind mannigfaltig. Dabei werden angehende Marathonis genauso umfassend beraten wie Freizeit- oder Gesundheitsjogger jeder Altersklasse. Man erfährt Details zur Steigerung der Geschwindigkeit und zum Stretching, zu Fußfehlstellungen und gesundheitlichen Aspekten chronisch Kranker. Und natürlich wird auch immer wieder betont, wie wichtig es nicht nur für Jogging-Einsteiger ist, den größten Teil der Laufeinheiten in moderatem Ausdauertempo zu absolvieren, um möglichst lange eine gleichmäßige und gesundheitsfördernde Belastung tolerieren zu können, ohne dabei eine Sauerstoffschuld einzugehen, so dass die Muskeln übersäuern. Aber was heißt das eigentlich genau? Muss ich immer langsam laufen? Wenn ich eine Stunde lang laufe, dabei zehn Kilometer bewältigt habe und mich ganz hervorragend fühle, obwohl ich außer Puste bin, könnte ich dann tempomäßig noch zulegen oder bin ich zu schnell, weil die Schnauferei ja verhindert werden soll und mein Körper nun seine Sauerstoffreserven auffüllen muss? Geht es darum, mich wohl zu fühlen oder muss ich mich strikt an Pulsfrequenzen halten? Und wo bleibt der Spaß, wenn ich ständig auf die Pulsuhr schiele und Schritte und Atemfrequenz aufeinander abstimmen will? Ganz klar: Laufen ohne zu schnaufen, sondern gleichmäßig atmend, ist eine gute Richtschnur, um seinen Körper allmählich und ganz individuell auf längere Strecken einzustellen, ohne Kreislauf und Muskulatur zu überfordern. Es spricht allerdings auch nichts dagegen, wenn geübte Jogger nach einer halben Stunde gemütlichen Trabens das Tempo erhöhen und zwischenzeitlich sogar mal richtig Gas geben, und zwar nicht weil ein Trainingsplan Tempoläufe empfiehlt, sondern einfach weil es Freude macht.

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