Netbook oder Notebook? Oder: Warum weniger mehr ist!

Wenn es ein technisches Gerät gibt, das das Jahr 2008 dominiert hat, dann sind es wohl die Netbooks. Jahrelang wurde uns von der Industrie immer wieder gepredigt, das wir leistungsfähigere, schnellere und größere Notebooks kaufen sollen. Und was macht der Verbraucher? Er greift zu den Geräten, die von ihren Möglichkeiten schon eher drei bis vier Jahre veraltet scheinen als zu den trendigen High-Tech-Boliden. Aber warum erfreuen sich die Netbooks solcher Beliebtheit?

Netbooks sind in meinen Augen so, wie Notebooks sein sollten: Klein, leicht und mit ausreichender Unabhängigkeit von der Steckdose. Sicherlich hat das ‘niedliche’ Aussehen so manchen Käufer (oder noch wahrscheinlicher: so manche Käuferin) auch überzeugt. Netbooks führen die mobilen Geräte wieder ihrer ursprünglichen Bestimmung zu: Es muss Spaß machen, das Gerät mitzunehmen! Es darf einfach nicht zur Lust fallen.

Mit Netbooks kann man unterwegs Texte schreiben, im Internet surfen, Emails oder Texte lesen. Mehr muss ein solches Gerät nicht können. Und dafür reicht die Power der meisten Netbooks locker aus. Einige Geräte schaffen mit speziellen Akkus Laufzeiten von mehr als acht Stunden - das reicht auch für längere Zugreisen. Aber vor dem Kauf unbedingt die Tastatur ausprobieren: Den angesichts des verringerten Platzangebots muss man hier Kompromisse eingehen. Bei manchen Modellen sind diese aber kaum spürbar.

Übrigens: Wer mehr Power braucht und unterwegs auch mal spielen möchte, der sollte sich mal in der Kategorie der Subnotebooks umschauen. Hier bekommt man Rechenpower bei vergleichbarer Größe und Gewicht. Allerdings sind diese Geräte um ein Vielfaches teurer als Netbooks.