Vorteile von Stevia gegenüber chemischen Süßstoffen

Stevia, oder auch Steviosid, ist ein natürlicher Süßstoff, der aus der Pflanze Stevia rebaudiana, zu deutsch Süßkraut, gewonnen wird. Diese Pflanze ist in Südamerika heimisch, ist dort seit Jahrhunderten für ihre starke Süßkraft bekannt und wird auch als Süßungsmittel genutzt. In Staaten wie den USA und Australien ist es zugelassen, mit Stevia zu süßen, in der EU ist Stevia als Lebensmittelzusatzstoff hingegen verboten. Dies wirft Fragen auf, da es viele Vorteile gegenüber Zucker und chemischen Süßungsmitteln hat.

Chemische Süßstoffe stehen seit Jahren im Verdacht, krebserregend, beziehungsweise krebsbegünstigend zu sein, was jedoch nie ganz bewiesen werden konnte. Jedoch gibt es ein Studie, welche Blasenkrebs mit erhöhtem Süßstoffverbrauch in Verbindung bringt. Bei Stevia gibt es im Gegensatz dazu keine Hinweise, dass es krebserregend sein könnte.

Stevia hat ein Süßkraft, die bis zum Dreihundertfachen der von Zucker betragen kann. Die meisten chemischen Süßstoffe wie zum Beispiel Aspartam oder Acesulfam erreichen nur circa die zweihundertfache Süßkraft von Zucker. Somit ist Stevia wesentlich ergiebiger, da eine deutlich geringere Menge die gewünschte Süße erzielt. Es ist auch viel verträglicher als manche chemischen Süßungsmittel, da es sich bei Extrakten der Steviapflanze um rein natürliche Produkte handelt. So können auch Menschen mit der angeborenen Stoffwechselerkrankung namens Phenylketonurie ohne Bedenken zu Produkten greifen, die mit Stevia gesüßt sind. Ebenso verhält es sich bei Personen die aufgrund von Krankheiten wie Diabetes oder Neurodermitis besonders auf ihre Ernährung achten müssen. Auch für Menschen, die lieber auf chemische Zusatzstoffe in ihrer Nahrung verzichten möchten, ist Stevia eine gute Alternative. Denn bei Stevia süßt man ohne Kalorien und ohne seinen Zähnen zu schaden.