Die wichtigsten Bootsklassen beim Segelsport

Um im sportlichen Wettkampf wettbewerbsfähig und fair gegeneinander antreten zu können, wurden vom Dachverband des Segelsports und der International Sailing Federation (ISAF) Bootsklassen entwickelt. Entscheidend bei der Festlegung der Bootsklasse sind die Bauvorschrift mit Spezifikationen des Bootes und Zertifikat (z.B. Messbrief), die Besatzungsvorgaben sowie die Ausrüstungsvorschriften für Boot und Besatzung.

Unterschieden wir zwischen offenen und geschlossenen Bootsklassen. Bei offenen Bootsklassen werden die Verbote genau aufgeführt. Darüber hinaus ist alles erlaubt. Diese Festlegung trägt dem technischen Standard beim Schiffsbau Rechnung und toleriert bauartbedingte Ungenauigkeiten bei der Holzverarbeitung z.B. am Rumpf des Bootes. Konstruktionsklassen mit begrenzten Vorschriften sind deshalb in der offenen Klasse zu finden.

Bei geschlossenen Bootsklassen ist alles aufgeführt, was erlaubt ist. Alles andere ist verboten. Bei dieser Bootsklasse werden die Boote in der Regel nur in Lizenz gebaut, so dass eine Einheitlichkeit in der Konstruktion gewährleistet ist. Wenn es dann nur noch um einheitliche Vorschriften der Nutzung geht, so wird man diese in geschlossenen Bootsklassen finden.

ISAF-Regularien für internationale Regatten und olympische Bootsklassen enthalten Sonderregularien. So sind die Bootsklassen jeweils nach ihrem Status zu listen. Von den nationalen und internationalen Gremien können diese Listen je nach technischer Weiterentwicklung oder sonstigen Erfordernissen geändert werden. In der olympischen Bootsklasse befinden sich 8 verschiedene Bootsvarianten (Finn-Dinghy, Laser, Laser Radial, 49er, 470er, Starboot, Yngling, Elliott) als Jollen und Kielboote.

Die nationalen und internationalen Bootsklassen unterscheiden grundsätzlich in den Kategorien Kielboote, Jollen 2 Personen, Einhandjollen und Mehrrumpfboote. Der Deutsche Seglerverband differenziert daneben noch die 2-Personen-Jollen von den Jollenkreuzern. Regionale Bootsklassen entsprechen darüber hinaus dem Bedarf einzelner Segelvereine.