Kurze Erläuterung der Bilanzanalyse, technischen Analyse und Sentiment Analyse
Für Anleger gibt es verschiedene Möglichkeiten eine Aktienanalyse zu betreiben. Neben der Beschaffung von Informationsmöglichkeiten über Zeitungen oder Internet, kann der Anleger sich den direkten Einblick in die Bilanz des Unternehmers verschaffen. Für eine Aktienanalyse ist die Bilanz eine der wichtigsten Quellen um Firmen richtig einschätzen zu können. Die Bilanz ist die Aufstellung des Vermögens und der Verbindlichkeiten zu einem bestimmten Stichtag und damit, zusammen mit der Gewinn- und Verlustrechnung, das Herzstück eines jeden Geschäftsberichtes. Der Analyst muss sich jedoch bewusst machen, dass das scheinbar unbestechliche Zahlenwerk seine Tücken hat. Neben den Bewertungsspielräumen bei der Vermögensgegenständen und Schulden sollten sie auf zeitlich versetzte Forderungen oder Verbindlichkeiten achten.
Eine ganz andere Art der Aktienanalyse ist die technische Analyse. Es geht bei dieser Art von Analyse darum, dass die richtige Aktie zum richtigen Einstiegszeitpunkt gekauft wird. Der Anleger muss sich intensiv mit der Kursentwicklung seiner Aktie beschäftigen, um zu wissen welchen Trend seine Aktie verfolgt. Diese Art der Aktienanalyse basiert auf der Überlegung, dass der Marktwert der Aktie allein durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage zustande kommt. Angebot und Nachfrage hängen wiederum davon ab, wie die Marktteilnehmer die Zukunft der Aktie sehen. Grundtenor der technischen Analyse ist also die Trendbewegung der Aktie und das dieser Trend auf Dauer bestehen bleibt. Beim jeweiligen vermuteten Hoch- oder Tiefpunkt der Aktien, wird diese gekauft oder verkauft.
Kritiker werfen den Befürwortern der technischen Analyse vor, dass ihre Vorgehensweise nach einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung funktioniere. Aus dieser Kritik heraus ist die Sentiment-Analyse entstanden. Sie ist innerhalb der technischen Analyse angesiedelt und stellt die allgemeine Stimmung der Marktteilnehmer in den Mittelpunkt. Diese Art der Analyse wird nur bei Trendwechselbestimmungen eingesetzt. Die Sentiment-Analyse funktioniert also nur in den Phasen der Trendwende, in den Phasen der Trendmitte kann sie nicht eingesetzt werden.