Betrachtungsweisen einer Aktienanalyse
In diesem Artikel geht es um die verschiedenen Betrachtungsweisen einer Aktienanalyse. Ich werde hierbei auf die Bilanzanalyse, Technische Analyse und die Sentiment Analyse eingehen.
Die Bilanzanalyse befasst sich mit der Analyse der Bilanzen von verschiedenen Unternehmen. Eine Aktie ist ein Anteil an einer Firma. Wenn eine Firma also eine gute Bilanz vorzuweisen hat (bzw. in der Zukunft vorweisen wird), ist es logisch dass die Aktie auch steigen wird. Dies klingt zwar relativ einfach, dennoch kann die Analyse einer Bilanz eine extrem schwere Aufgabe sein. Es gibt Firmen welche ihre Bilanzen verschönern, oder schlichtweg komplett fälschen (z.B. Enron, WorldCom). Selbst wenn eine derzeitige Bilanz korrekt aufgestellt ist, ist es trotzdem nicht einfach für die Zukunft die Umsätze, bzw. Gewinne / Verluste vorauszusagen. Dennoch gehört die Bilanzanalyse zu einem sehr wichtigen Instrument der Aktienanalyse.
Die technische Analyse befasst sich ausschließlich mit der Analyse von vergangenen Bewegungen des Preises. Es kann sich dabei um den Preis einer Aktie handeln, muss aber nicht. Aus der Analyse der vergangenen Preisbewegungen versucht ein technischer Analyst die zukünftigen Preisbewegungen vorauszusehen. In der technischen Analyse gibt es viele verschiedene Unterkategorien, wie zum Beispiel Elliot Waves, Charttechniken.
Die letzte Kategorie ist die Sentiment Analyse. Die Sentiment Analyse ist die mit Abstand am wenigsten benutzte (sogar mit Abstand am wenigsten definierte) Analyse der drei Kategorien. Vom Prinzip her ignoriert die Sentiment Analyse sowohl die Bilanzen bzw. die Verfassung der zugrunde liegenden Firma als auch die vergangenen Aktienpreise. Die Sentiment Analyse befasst sich einzig und allein mit der folgenden Frage: “Wie ist die derzeitige Stimmung unter Anlegern / Händlern, und wie wirkt sich diese Stimmung auf den Aktienkurs aus?”