Stethoskop und Otoskop

Das Stethoskop ist ein medizinisches Werkzeug um Schallwellen (Töne oder Strömungsgeräusche) im menschlichen, aber auch tierischen, Körper zu verstärken und somit Herzschlag-, Lungen- oder auch Darmgeräusche besser wahrnehmen und beurteilen zu können.

Das Stethoskop wurde im 19. Jahrhundert erfunden und glich zu Beginn eher einer Trompete als einem medizinischen Hilfsmittel. Der Begriff Stethoskop leitet sich aus dem griechischen ab und bedeutet “das Betrachten der Brust”.
Neben dem Einsatz in der Medizin finden Stethoskope auch Anwendung im Maschinenbau. Hier können Stethoskope dazu beitragen, Maschinenschäden frühzeitig zu erkennen, indem die Laufgeräusche regelmäßig kontrolliert werden.

Wie das Stethoskop ist auch das Otoskop ein medizinisches Gerät. Das Otoskop erleichtert dem Hals-, Nasen-, Ohrenarzt die Untersuchung der äußeren Gehörgänge bis hin zum Trommelfell (Otoskopie). Die Otoskopie ist eine der ersten Untersuchungen bei Hörproblemen und findet sowohl in der Human- als auch der Tiermedizin Anwendung.

Der Aufbau des Otoskop ist recht einfach: In einem Haltegriff ist ein Akku untergebracht, der eine am oberen Ende des Otoskops angebrachte Lampe versorgt. (Ähnlich wie bei einer Taschenlampe) Das Licht der Lampe wird gebündelt und leuchtet das Ohr aus. Die trichterförmige, seitlich angebrachte, Spitze ermöglicht dem HNO- Arzt den freien Blick ins Ohr, ohne das Haare oder andere störende Gegenstände die Diagnose beeinträchtigen würde.
Neben dem Otoskop ist auch das Videootoskop inzwischen verbreitet. Hierbei wird das Sichtfeld des Arztes direkt auf einem Monitor visualisiert.

Der Hörgerätakustiker ist in der Lage mittels eines solchen Gerätes die Strukturen des inneren Ohres zu erkennen und daraufhin eine Otoplastik für Hörhilfen anzupassen.