Hunde im Rudel

Vor ein paar Jahren entschlossen wir uns, unsere Familie um ein tierisches Mitglied zu erweitern, genauer gesagt um einen Hund. Eine Katze hatten wir schon. Wenig später kam Joyce zu uns, eine Australien Shepherd Hündin, kurz Aussie genannt.

Sie erwies sich als ideale Begleitung beim Joggen, hat eine Vorliebe fürs Frisbeespielen entwickelt und ist eine agile und selbstbewusste Hündin geworden. Wenig später lernten wir eine Tierärztin kennen, die sich aktiv im Tierschutz engagiert. Wir waren immer ziemlich perplex, wenn sie mit ihren vier Hunden loszog. Joyce allein empfanden wir schon als anspruchsvolle Gefährtin, aber vier Hunde?

Inzwischen sind einige Jahre vergangen. Nach Joyce kam Foxx zu uns, ein Terrier-Jagdhundmischling, dann Nanouk, ein Schäferhund-Husky-Mix, und unsere Katzenfamilie umfasst mittlerweile vier Mitglieder. Alle Tiere nach Joyce sind uns selbstverständlich von jener Tierärztin vermittelt worden, so dass wir nun die Tier im Rudel halten.

Nun könnte man natürlich behaupten, dass es doch im Grunde egal ist, ob man einen agilen Hund zweimal täglich auf große Auslaufrunden führt, oder zwei oder drei Tiere gemeinsam ausgeführt werden. Das stimmt, der Zeitaufwand verändert sich kaum. Und doch stellt ein Rudel etwas anderes dar als die Summe mehrerer Hunde.

Wenn die Rudelmitglieder gut miteinander harmonieren, ist der Spaß für Menschen und Tiere garantiert. Die Hunde fühlen sich wohl, sind ausgeglichen und, ja, fröhlich. Sie ruhen in sich. Falls es bei einem neu hinzugekommenen Tier am Anfang hakt, was nicht ungewöhnlich ist, braucht man Geduld, Feingefühl und Sachkenntnis. Keinesfalls sollte man sich in die Rangordnung der Hunde einmischen. So ist unsere Hündin Joyce nach wie vor die Rudelchefin, aber es wäre auch denkbar gewesen, dass der junge Rüde als erwachsener Hund das Rudel anführt. Zwei erwachsene Hündinnen können sich übrigens genauso in die Quere kommen wie zwei Rüden, die sich nicht einig sind.

Unser Fazit: Wir möchten keinen von den dreien missen!