Drehstrommotoren

Motoren, die mit einem Dreiphasenwechselstrom betrieben werden nennt man Drehstrommotoren. Diese besitzen drei separate Leiter, die über eine eigene zyklisch veränderliche Spannung verfügen. In diesem Motortyp werden drei Spulen im Winkel von je 120 Grad angeordnet. Stellt man die Spulen unter Drehstrom, verschieben sich die Phasen und die Magnetfelder bauen sich zeitlich versetzt auf. Das so erregte Drehmoment treibt dann den Motor an. Man unterscheidet bei den Drehstrommotoren zwischen dem Asynchronmotor und dem Synchronmotor.

Der Asynchronmotor und dessen Wirkung basiert im Wesentliche auf der Herstellung eines Drehfeldes durch eine mehrsträngige Umwicklung einer Spule. Im Jahr 1889 baute Michael von Dolivo-Dobrowolski zum ersten Mal einen Asynchronmotor mit drei Phasen. Im Vergleich zu Gleichstrommotoren ist der Asynchronmotor wesentlich robuster und kostengünstiger herzustellen. Das Prinzip dieses Motors basiert auf der Wechselwirkung des induzierten Stroms auf die Felder der Spulen. Heute werden Asynchronmotoren für Pumpen in der chemischen Industrie oder auch in Kraftwerken eingesetzt.

Der Synchronmotor wurde im Jahr 1887 entwickelt. F. A. Haselwander und Bradley, bauten unabhängig voneinander eine Synchronmaschine mit drei Phasen. Bei diesem Motor muss im Gegensatz zum Asynchronmotor das Kraftfeld nicht durch Induktion hergestellt werden, da bereits ein Magnet vorhanden ist. Heute verwendet man Synchronmotoren dort, wo eine gleichbleibende Antriebsdrehzahl gebraucht wird. Dies ist oft im Industrie- und Gewerbebereich der Fall. Der Einsatz könnte für diesen Drehstrommotor nicht breiter sein. So findet man Synchronmotoren als Impulsgeber bei Zementmühlen oder großen Walzen, aber auch in Uhren oder anderer Feinwerktechnik. Dieser Motortyp kann nicht von alleine anlaufen. Er benötigt immer einen Hilfsmotor, um auf die entsprechende Drehzahl zu kommen.