Aikido: Fernöstliche Kampfkunst
Fernöstliche Entspannungstechniken, aber auch Kampfsportarten haben in Deutschland seit vielen Jahren Hochkonjunktur. Aikido nimmt dabei eine Sonderstellung ein, denn diese japanische Kampfkunsttechnik, die Morihei Ueshiba zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte, ist eine überwiegend defensive Verteidigungsform, die höchste Konzentration, Beweglichkeit und Versenkung in die Wachheit des Augenblicks erfordert beziehungsweise übt.
Die meisten Techniken sind dem Aiki-JuJutsu sowie dem Schwertkampf verbunden. Typisch und charakteristisch sind die runden und fließenden, manchmal nahezu tänzerischen, aber auch akrobatisch anmutenden Bewegungen, in die die Angriffsenergie des Gegners gelenkt wird, um sie dann auf ihn einwirken zu lassen. Es werden sowohl waffenlose Techniken angewandt als auch Übungen mit Stock und Schwert ausgeführt.
In der klassischen Form des Aikido werden keine Wettkämpfe ausgetragen, und aktive Angriffsformen sind verpönt. Es existieren auch keine Gewichts- und Altersklassen, Männer und Frauen trainieren gemeinsam, meistens gehen auch Anfänger und Fortgeschrittene zusammen auf die Matte. Ein respektvoller Umgang miteinander wird vorausgesetzt. Wer daran interessiert ist, seine erlangten Fähigkeiten bei Prüfungen unter Beweis zu stellen, ist in der Regel genauso willkommen wie Aikido-Übende, die ohne diesen Anspruch auf die Matte gehen - aus reiner Freude an der Bewegung und dem lebendigen Austausch mit anderen Begeisterten.
Man kann Aikido sowohl mit Zwanzig als auch mit Vierzig oder Sechzig für sich entdecken oder bereits als Kind. Aikido ist dem Zen und der Zen-Meditation aufs Tiefste verbunden.
Wer nicht nur eine Möglichkeit sucht, sich sportlich zu betätigen, sondern Bewegung und Meditation als eine faszinierende Einheit verstehen will, ist in einem Aikido-Dojo genau richtig.