Jogger und Hunde: Rücksicht hilft weiter

Jogger und Spaziergänger mit Hunden sind häufig kein Dream-Team. Begegnungen laufen selten völlig entspannt und harmonisch ab, von freundlich-heiterer Atmosphäre ganz zu schweigen. Skeptische Blicke sind an der Tagesordnung, und zwar von beiden Seiten. Die Hundebesitzer fürchten, dass ihre vierbeinigen Lieblinge von vorbeihetzenden Läufern über den Haufen gerannt werden könnten, die Jogger hegen den Verdacht, dass Hunde sich grundsätzlich als Wadenbeißer vergnügen und gerne mal zu dem einen oder anderen Sprint anregen…

Sicherlich haben beide Parteien manchmal Grund sich zu ärgern. Es gibt sowohl rücksichtslose und intolerante Jogger, die nur auf ihre Uhr schielen und von ihrer Umgebung nichts mehr mitbekommen, schon gar keinen gemütlichen Spaziergänger, der mit seinem Dackel eine friedliche Gassirunde dreht, als auch Hundebesitzer, die meinen, dass jeder Feldweg zunächst mal ihren vierpfotigen Freunden vorbehalten ist und der Rest sich unterzuordnen hat. Und es sind unerzogene und aufdringliche Hunde unterwegs, die eben nicht als niedlich und verspielt gelten dürfen, sondern denen es ganz einfach an gutem Benehmen mangelt.

Dennoch ist dieser Konflikt nicht unüberwindbar. Ein wenig Rücksicht und Umsicht auf beiden Seiten kann zu einem freundlichen Austausch führen, der alle weiteren Begegnungen prägt. Wer als Jogger erlebt, wie zwei große Hunde behutsam zur Seite genommen werden, wenn man sich nähert, ist vielleicht zwei Kilometer weiter so milde gestimmt, dass er das Tempo raus nimmt, bevor er an einer spielenden Terriergruppe vorbeiläuft, worauf die Terrier so gar kein Interesse mehr haben, hinter ihm her zu sausen…