Parson Russell Terrier
Terrier gehören zu den am häufigsten falsch eingeschätzten Hunden. Da bildet auch der Parson Russell Terrier keine Ausnahme. Er ist klein und drahtig, hübsch anzusehen, ein drolliges lebhaftes Kerlchen eben, das in jeden Fahrradkorb passt und auch in einer kleinen Wohnung Platz findet. Ein Familienhund, gut geeignet für Kinder, anpassungsfähig, robust und liebenswert, verspielt und klug. Das stimmt, aber…
Wer sich für einen Terrier entscheidet, sollte sich unbedingt darüber klar sein, dass dieser knuddlige Kerl bei aller Possierlichkeit das Herz, den Mut, Stolz und Eifer eines Jagdhundes mitbringt und das genaue Gegenteil eines Schoßhündchens darstellt. Das bedeutet nicht nur, dass er eine Aufgabe braucht, die über Gassigehen und ein bisschen Ballspielen hinausgeht, sondern auch eine konsequente Erziehung, die ihm seinen Platz im Mensch-Hunde-Team verdeutlicht, denn ein Terrier ist nur in unseren Augen ein vergleichsweise kleiner Hund. Wer je beobachten durfte, wie ein Parson Russell Terrier einer Dogge den Schneid abgekauft hat, wird sofort wissen, was gemeint ist. Für Hunde ist die körperliche Größe zweitrangig. Sie kommunizieren durch klare Signale und Körpersprache, um ihr Selbstbewusstsein und ihren Rang zu verdeutlichen. Die Botschaft, die von gesträubtem Nackenfell und tiefem Knurren ausgeht, verstehen und achten andere Hunde, ob der Kollege nun groß und massig ist oder klein und schlank.
Ein PRT ist ein aktiver Sportler, der verkümmert und sich andere, in der Regel von seinen Menschen gar nicht gerne gesehene Beschäftigungen sucht, wenn er nicht ausgelastet ist. Er ist ein guter Begleiter beim Ausritt oder Joggen, und er liebt Fahrradtouren, und zwar nicht im Körbchen sitzend! Terrier sprudeln häufig über vor Temperament. Ungeduldige, nervöse Menschen passen nicht so gut zu ihnen.