Australien Shepherd
Der Australien Shepherd, kurz Aussie genannt, stammt nicht aus Australien, wie der Rassename vermuten lässt, sondern aus Amerika. Dort bewährte er sich ganz besonders beim Hüten australischer Schafe. Der ausgesprochen schöne und kluge Hund wird seit gut einhundert Jahren als Hüte- beziehungsweise Arbeitshund gezüchtet. Die heutige Rasse entstand nach dem Einkreuzen anderer Hütehunde. Dabei unterscheidet man die sogenannte Arbeitslinie von der Showlinie. Ein Show-Aussie hat häufig eine besondere Begabung für temperamentvolle Spiele wie Frisbee oder Dogdancing, während ein Vertreter der Arbeitslinie ganz auf seinen Hüteinstinkt konzentriert ist.
Ein Aussie ist ein lebhafter, sensibler und stets aufmerksamer Hund und ein wiss- und lernbegieriger Begleiter. Das hört sich auf den ersten Blick toll an, doch wer sich einen Australien Shepherd ins Haus holt, muss wissen, dass dieser Hund alles lernt, auch Verhaltensweisen, die unerwünscht sind, und die sogar besonders nachhaltig. Wer seinen Liebling einmal in aller Eile abgeleint hat, weil ihm das aufgeregte Gekläffe auf die Nerven gegangen ist, darf sich nicht wundern, wenn der Hund von da an begeistert bellend genau darauf spekuliert… Seine Halter müssen stets Konsequenz und nie nachlassende Aufmerksamkeit an den Tag legen, und sie sollten keine Hundeanfänger sein. Es genügt keinesfalls, dem Aussie lediglich genügend körperliche Bewegung zu verschaffen. Neben ein bis zwei großen Freilaufrunden von je mindenstens einer Stunde, pro Tag natürlich, braucht diese Hunderasse viele Anreize, um geistig ausgelastet zu sein. Ein Zweithund könnte hier übrigens von großem Vorteil sein…
Ein Australian Shepherd wird zwischen 45 und knapp 60 Zentimeter groß. Es gibt ihn in Schwarz und Rot, kombiniert mit andersfarbigen Abzeichen, außerdem in den beliebten bunten Merle-Farben und mit blauen Augen. Das sieht ausgesprochen hübsch aus, man sollte jedoch wissen, dass diese Farbschläge aufgrund eines Gendefektes entstehen und Merle-Hunde sich nicht miteinander verpaaren dürfen. Die Nachkommen sind häufig missgebildet und taub.